School image – How to optimize our school promotion strategy
Mobilität:Malta/Gozo vom 22. 05. – 29.05.2013
Partnerschule:Sir M. Refalo – centre for further studies, Victoria (Gozo)
Teilnehmer:Frau Kempe, Frau Riefstahl, Frau Köhler
Ziel der Projektteilnahme: Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen im euro-päischen Ausland sowie das Kennenlernen der beruflichen Ausbildungs-
systeme im europäischen Ausland.
Durch den Besuch verschiedener Schulformen (Vorschule, Grundschule für Kinder mit besonderem Bedarf, Kaufmännische Berufsschule, Gymnasium, Berufsakademie für Gastgewerbe) lernten wir die Arbeitsweisen dieser Schulen kennen sowie das Schulsystem von Malta/Gozo.
Wir informierten uns über Fragen der Integration von ausländischen Schülern und Kindern mit besonderem Bedarf und deren Betreuung, über Lehrpläne und Lehr- und Lernan-forderungen, über Fragen der Imagebildung der jeweiligen Schule als Bestandteil des Schulprogramms. Weiterhin haben wir untersucht, wie die einzelnen Schulen sich öffentlich präsentieren und ihre Ausbildungsinhalte kommunizieren.
Besonders interessant war ein Gespräch mit dem stellvertretenden Direktor des nationalen Lehrplaninstituts auf Malta, wo wir über Reformen bei der Evaluierung von schulischen und außerschulischen Aktivitäten informiert wurden.
Neben den zahlreichen Schulbesuchen besuchten wir die Hauptstadt von Gozo, Inselführung auf Gozo,diealte und neue Hauptstadt Maltas mit Führung, Besuch auf Gozo und Malta von altertümlichen Städten und Museen sowie Inselrundfahrt zur Insel Gomera.
Besuch verschiedener Schulen mit unterschiedlichen Profilen:
Partnerschule: Sir M. Refalo – centre for further studies -> Sekundarschule
Im selben Gebäude befanden sich: -> eine Vorschule
-> eine Grundschule
-> Bibliothek (Grundschule)
-> besonderer Sportraum für behinderte Kinder
-> ITS Hotel School
Berufsschule
für Hotel- und Gastgewerbe mit eigenem Restaurant
und Hotelbetrieb
-> MCAST, Malta College of
Arts, Science & Technology, Berufliches Schulzentrum
bietet auch duale Ausbildung
-> Ministerium für Bildung, Nationales
Lehrplaninstitut
Die Anreise gestaltet sich eigentlich relativ einfach, benötigt dennoch einige Zeit. Mit dem Schnellbus geht es sehr einfach von Dresden Hauptbahnhof bzw. Bahnhof Dresden Neustadt zum Flughafen Berlin-Schönefeld (BBI ist ja leider noch nicht geöffnet!) und dann mit einem Billigflieger nach Gagliari. Von dort sind es aber auch noch 1,5 Stunden mit einem Auto oder 3 Stunden mit dem Bus. Alles kein Problem, denn ein sehr lieber Kollege und Freund Guiseppe Sugamele begleitet uns.
Mo, 20.05.2013 Besuch der Partnerschule in Totolì, http://www.ipsar.gov.it/
Der Schulname ist für uns erst einmal etwas sperrig "Istituto di Istruzione Professionale die Servizi per
l’Enogastronomia e l’Ospitalità Alberghiera e Istituto di Istruzione
Professionale dei Servizi per l’Agricoltura a lo Sviluppo Rurale" kurz IPSAR Istituto Alberghiero e Agrario di Tortolì oder auf deutsch "Bildungsinstitut für Gastronomie und Wein,
Hotelfachschule und Berufsschule für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung".
Zwei Schulteile liegen direkt in der Innenstadt von Tortolì und sind dadurch für die Schüler sehr gut erreichbar.
Zu unserem ersten Workshop wurden wir herzlich von Guiseppe (Pino) und zwei Kollegen empfangen.
Nach einer Vorstellung unseres Projektes, unserer Schule und unseres Bildungssystem sahen wir uns die Schule an.
Dadurch, dass es in Italien kein duales System der Berufsausbildung gibt, findet der größte Teil der beruflichen Ausbildung, abgesehen von wenigen Praktika, in der Schule statt.
Besonders interessant für uns, wir haben an unserer Schule nur normale Klassenräume und Computerräume, waren die Küchen und Säle für die Restaurantausbildung. Hier kocht jeder Schüler zwischen 3 und 5 Stunden in der Woche sardische und internationale Küche.
In den Computerräumen arbeiten kleine Gruppen an Projekten um traditionelle Produkte zu vermarkten und um Touristen Sardinien näher zu bringen.
Am Nachmittag unternahmen wir einen Ausflug in die nähere Umgebung nach Arbatax.
Der Ort hat ca. 5000 Einwohner bietet aber eine Hauptattraktion der Insel, die aus dem Meer ragenden, blutroten Porphyrspitzen, die sogenannten roten Felsen von Arbatax.
Am Abend hatte sich Pino etwas besonderes überlegt. Wir als deutsche Berufsschullehrer einer Wirtschaftsschule wissen ja gar nicht, wie Käse hergestellt wird, schon gar nicht Pecorino und Ricotta.
Es geht eigentlich ganz einfach. Man braucht nur 20 Liter Schafsmilch, einen Kochherd, einen Topf, Siebe und etwas Lab. Und dann...
noch etwas Ahnung!
Dank professioneller Anleitung hat alles gut geklappt. Es wurde Käse!
Di, 21.05.2013 Fahrt nach Cala Golone,
Nuragen
Die Fahrt nach Cala Colone, dort gibt es Grotta del Bue Marino, geht nur über 72 km, aber durch die Berge mit tausenden Serpentinen.
Unterwegs gibt es ständig wechselnde Aussichten und herrliche Panoramen.
Die Tiere werden, dank des Wetters, nicht in Ställen gehalten, sondern weiden auf dem Land der Gemeinde und nehmen am ÖPNV teil.
Manchmal fühlt man sich wie in Irland ...
... hört aber den Sound Sardiniens durch die vielen Glocken an den Ziegen.
Häufig findet man Nuraghen, das sindprähistorische und frühgeschichtliche Turmbauten der Bonnanaro-Kultur (ca. 1800–1500 v. Chr.).
Mi, 22.05.2013 Fahrt nach Cagliari
Cagliari ist die Hauptstadt Sardinien, liegt im Süden und hat ca. 155.000 Einwohner. Die Burg nimmt einen großen Teil der Altstadt ein.
Vom Kastell aus hat man einen sehr schönen Blick über die Stadt.
Unweit der Stadt kann man frei lebende Flamingos beobachten ...
... und den WWF Park besuchen.
Do, 23.05.2013 Besuch einer Bäckerei für traditionelles Hochzeitsgebäck
Traditionen haben eine sehr große Bedeutung auf Sardinien. Auf Hochzeiten ist Pane coccoials Dekoration unerlässlich. Die Bäckerinnen gestalten alles mit den Händen und mit unendlicher Geduld.
Alle Brote sind Unikate.
Nach ca. 10 Minuten ist das Kunstwerk fertig gebacken.
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Anschließend besuchten wird den anderen Schulteil in Tortolì. Pino präsentierte voll Stolz die europäischen Projekte.
In diesem Schulteil wird von Schüler mit Handicap eine öffentliche Bar betrieben.
Danach waren wir Gast im Englischunterricht für Köche.
Wenn man so wie die Sarden eng mit dem Meer verbunden ist, wird natürlich viel Fisch gegessen.
Sehr interessant fanden wir in der Nähe von Tortolì eine genossenschaftliche Brackwasserfischerei.
Mit der Strömung gelangen die Fische in das Brackwasser, dann werden die Tore geschlossen und mit dem abfließenden Wasser müssen die Fische nur noch eingesammelt werden.
Diese Anlage wurde mit Fördermitteln der Europäischen Union errichtet.
Fr, 24.05.2013 Besuch der Landwirtschaftsschule
Heute besuchten wir den dritten Schulteil, ca. 15 Autominuten entfernt von Tortolì. Diesem Schulteil ist ein Internat angegliedert, in dem Schüler aus den Bergdörfern übernachten können und verpflegt werden.
Sa, 25.05.2013 Besuch Nationalpark Monte Petra Liana
Zum Abschluss fuhren wir auf Nebenstrecken durch die Berge und besuchten Bergdörfer mit sehr wechselvoller Geschichte und künstlerischem öffentlichen Protest.
Am Abend konnten wir mit Pino ausgiebig Miesmuscheln (italienisch cozze) essen.
Erfahrungsbericht
zur Teilnahme am EU-Projekt „ School- image- How to optimize our school promotion
strategy“
Teilnehmer: Ina
Dreßler, Eva-Maria Genest
Ort:
Maastricht
Zeit: 20.05. –
26.05.2013
In der Pfingstferienwoche besuchten wir das Bonnefantencollege
in Maastricht. Diese Schule ist vergleichbar mit einer Realschule in
Deutschland. Die Schüler haben die Möglichkeit, einen vertiefenden
Deutschunterricht zu absolvieren.
Sehr herzlich aufgenommen und betreut wurden wir von
Herrn Hans Nelissen, den wir bereits in Dresden kennenlernten, da er seit
einigen Jahren im Februar mit Schülern der 9. Klasse u. a. unsere Schule
besucht. Er führte uns durch seine Schule, hat uns am Deutschunterricht teilnehmen
lassen, besprach mit uns das Prüfungssystem der Niederlande. Besonders angetan
waren wir von einer Stadtführung durch Neuntklässler, die wir bereits aus
Dresden kannten. Stolz führten sie uns durch ihre Stadt und erklärten uns auf
Deutsch wichtige Sehenswürdigkeiten.
Im weiteren Verlauf unseres Aufenthaltes lernten wir das
Berufsschulzentrum von Maastricht kennen. Was uns aufgrund der
architektonischen Verschmelzung von Alt und Neu und der sehr guten technischen
Ausstattung außerordentlich gefiel. Über das niederländische berufliche Schulsystem(Vollzeitausbildung mit Praxisausbildung
im Haus) haben wir anregende Gespräche mit Fachkollegen geführt. Immer wieder
wurden wir ganz interessiert auf unser deutsches duales Berufsausbildungssystem
angesprochen und darum auch beneidet.
Begeistert waren wir von der offenen Art der
niederländischen Schüler und dem Interesse an uns.
In unserer Freizeit erkundeten wir Maastricht und
Umgebung. Unser besonderer Dank gilt Herrn Hans Nelissen für seine
engagierte Betreuung. Wir freuen uns auf seinen erneuten Besuch mit
Neuntklässlern im Februar 2014 in Dresden.