Montag, 12. Mai 2014

Projektbesuch in Udine / Italien





Im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen LEONARDO DA VINCI Mobilität 2012 mit der Zielgruppe Bildungspersonal und dem Motto "School image - How to optimize our school promotion stragety" soll der Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen sowie das gegenseitige Kennenlernen der beruflichen Ausbildungssysteme im europäischen Ausland, hier Italien, weiter vertieft werden.




 


Partnerschule:  ISIS Bonaldo Stringher, Viale Monsignor Nogara,
                       33100 Udine
Teilnehmer:      Dieter Hellmich und Mario Hinkel
Aufenthalt.       01. Mai bis 07.Mai 2014






01.Mai 2014

Am Donnerstag landeten wir gegen 12.30 in Triest. Die Projektkoordinatorin Tiziana Ellero begrüßte uns am Flughafen, anschließend fuhren wir in unser Hotel. Am Nachmittag besuchten wir gemeinsam mit Austauschschülern aus Immenstadt / Bayern die norditalienische Industriestadt Triest und das Schloss Miramare.




 
02.Mai 2014
 
Am Vormittag besuchten wir die ISIS B. Stringher. Dort wurden wir von der Schulleitung begrüßt und besprachen das geplante Programm unseres Besuches. Anschließend stellen wir uns und unsere Berufsschule, die Ernst-Benary-Schule Erfurt, vor. Um einen zukünftigen Kooperationsbedarf zu erörtern, besichtigten wir die Schule, besuchten und beteiligten uns am Unterricht und sprachen mit Kollegen. Im Ergebnis des Vormittages stimmten die Kollegen der ISIS B.Stringher und wir darin überein, dass eine zukünftige Partnerschaft gewünscht ist und angestrebt werden soll.

  
Am Nachmittag besuchten wir die Firma  Bruno Venica, einen regionalen Weinbaubetrieb.


 
03.Mai 2014

Italienische Tourismusschüler (Stufe 4) der ISIS B. Stringher führten uns deutschsprachig am Samstag durch Venedig.




04.Mai 2014

Frau Tiziana Ellero  und einige Tourismusschüler zeigten uns die Stadt San Daniele sowie eine Schinkenmanufaktur, in der der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt San Daniele-Schinken hergestellt wird.


  


05.Mai 2014

Aus Gesprächen vom Freitag und den Erfahrungen der gemeinsamen Unternehmungen am Wochenende sondierten wir gemeinsam mit unseren Gastgebern Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auf der Ebene der Lehrkräfte. Als zweckdienlich und realistisch haben wir gemeinsam eine Vertiefung der gegenseitigen Kenntnisse beider Bildungssysteme erachtet. Diese könnte durch den gegenseitigen Einsatz von Lehrern an der jeweiligen Partnerschule erfolgen. Der Unterricht würde bilingual und fachbezogen erfolgen. Die Lehrer könnten ihre Sprachkenntnisse in der Gastsprache begründen und festigen. Ein weiterer Aspekt der Zusammenarbeit könnten die unterschiedlichen landestypischen Sitten und Bräuche im Bereich Hotellerie und Tourismus sein.
Am Nachmittag führten uns Tourismusschüler durch den historischen Stadtkern und zeigten uns das Stadtschloss von Udine.


06.Mai 2014

Bei einem abschließenden Besuch der Schulleitung der ISIS B. Stringher bekundeten beide Seiten noch einmal den Willen einer effektiven Zusammenarbeit.
Am Abend wurden wir von unseren Gastgebern zu einem traditionellen italienischen Abendessen eingeladen. Bei diesem festigten wir unsere freundschaftliche Beziehung.





07.Mai 2014

Rückreise nach Erfurt.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Projektbesuch in Favara + Agrigento/Sizilien

School image – How to optimize our school promotion strategy
Mobilität:                 Favara, 29.04.2014 –  06.05.2014
Partnerschule:       I.P.S.S.A.R.C.T. „Gaspare Ambrosini“
Teilnehmer: Frau Knape-Baumann, Frau Sewitz
Ziel der Projektteilnahme: Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen im europäischen Ausland sowie das Kennenlernen der beruflichen Ausbildungssysteme im europäischen Ausland.
29.04.2014
Nach einer unproblematischen Reise kamen wir mittags in Palermo an und fuhren mit dem Bus in die Nähe des Hauptbahnhofs, von wo aus wir uns zu Fuß auf den Weg zu unserem B&B machten. Am Nachmittag erkundeten wir die ersten Sehenswürdigkeiten, die sich in fußläufiger Entfernung zu unserem B&B befanden. Diese stehen unter großem Einfluss unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten, die im Laufe der Jahrhunderte hier ihre Spuren hinterlassen haben. Der Satz „Palermo – eine Stadt zwischen Prunk und Verfall“ deckt sich mit unseren ersten Eindrücken. Neben prunkvollen Gebäuden verfallen ganze Straßenzüge und Gebäude oder werden nur oberflächlich oder provisorisch saniert. Auch die jüngeren geschichtlichen Ereignisse wurden deutlich sichtbar. Herumlungernde Jugendliche in großer Zahl sind Zeichen der anhaltenden Arbeitslosigkeit, die in Sizilien bei ca. 13 % (im Vergleich zu Italien: 6,5 %) liegt.


30.04.2014
Wie von unseren Gastgebern empfohlen, absolvierten wir ein umfangreiches Sightseeing-Programm, das uns nach Monreale, einem höher gelegenen Vorort mit wunderschönem Blick auf Palermo, in die Katakomben, in denen ca. 8000 mehr oder weniger gut konservierte Leichen der Kapuziner ausgestellt sind, und zur Kathedrale führten. Am Nachmittag hatten wir die Gelegenheit zu einem regen Gedankenaustausch mit zwei Lehrerinnen aus Utrecht (Holland), der interessante Einblicke in die Zustände an holländischen Grund- und Mittelschulen bot. Aufgrund der hohen Ausländerdichte hat der Lehrer dort eine deutlich höhere Erziehungsfunktion und muss Hilfestellung in sozialen Fragen leisten.


01.05.2014
Bereits am frühen Morgen fuhren wir mit dem Zug von Palermo in das reizvolle Küstenstädtchen Cefalú, das für seine gotische Kathedrale und seine historischen Altstadtgassen bekannt ist. Wir stiegen auf den Rocca de Cefalú, der mit seinen zum Teil gut erhaltenen Mauern von einer frühen Besiedlung zeugt. Auch hier wurde der 1. Mai, der Tag der Arbeit, mit mehreren Festveranstaltungen und Kundgebungen begangen.



02.05.2014
Entsprechend unserem Programm, das unsere Gastgeber zusammengestellt hatten, fuhren wir von  Cefalú nach Agrigento. Unser „Empfangskomitee“ bestand aus 4 Mitarbeitern der Hotel- und Restaurantfachschule „Gaspare Ambrosini“ in Favara. Nach der herzlichen Begrüßung nahmen wir gemeinsam das Mittagessen ein und informierten uns gegenseitig über wesentliche Strukturen und Fachrichtungen unserer Schulen. Ein ursprünglich geplanter Schulbesuch konnte nicht stattfinden, weil die Schüler an diesem Brückentag nicht zum Unterricht erschienen. Stattdessen wurde uns ermöglicht, eine Käsefabrik zu besichtigen, was nicht nur sehr informativ, sondern äußerst amüsant war. Der Familienbetrieb wurde vor über 60 Jahren gegründet und vom Großvater bis zum Ökonomie studierenden Enkel arbeiten alle mit. Der derzeitige Chef ist sich nicht zu schade, Interessierten Kindern und Erwachsenen die Produktion des Käses samt seiner Verarbeitungsmöglichkeiten auf unterhaltsame Weise nahezubringen. Auf dem Rückweg unternahmen wir noch einen Abstecher zu einer spektakulären Kalksteinformation namens Scala tei turchi, die sich eindrucksvoll zwischen zwei Sandstrände schmiegt.






03.05.2014
Weil an unserer Gastgeberschule am Wochenende generell kein Unterricht stattfindet (Option besteht), wurde für uns ein Ausflug zum Vulkan Ätna organisiert, zu dem uns drei Lehrer begleiteten. Zwei französische Studentinnen, die für drei Monate in Favara ein Praktikum absolvieren, schlossen sich uns an. So fand ein reger Erfahrungsaustausch über die Unterschiede der verschiedenen Schulsysteme und Bildungswege bereits während der 2,5-stündigen Busfahrt statt. Bei Schnee und kalten 2 Grad Celsius kletterten wir auf zwei Krater und ließen uns berichten, dass sich die sehr feste Vulkanerde z. B. für den Straßenbau (neben der Verarbeitung für Souvenirs J) hervorragend eignet. Anschließend besuchten wir die  nahe gelegene kleine Küstenstadt Taormina,  die mit ihren wunderschönen kleinen Gassen, dem beeindruckenden Amphitheater sowie den viele schönen Kirchen gern auch den Sizilianern einen Besuch wert ist.




04.05.2014
Am Vormittag lernten wir eine weitere Lehrerin der Schule, Silvana, kennen, die uns einen ersten Eindruck von Agrigento vermittelte. Auch hier waren deutlich die Spuren der großen Arbeitslosigkeit und der nach wie vor anhaltenden Wirtschaftskrise zu sehen. In der ehemals turbulenten Ladenstraße mitten in der Altstadt herrschte gähnende Leere. Ein großes Problem stellt zudem die hohe Abwanderung von jungen Menschen in den Norden Italiens dar, weil  es – wie uns mehrfach berichtet wurde – keine Anzeichen auf eine verbesserte Lage z. B. durch politische Maßnahmen gibt. Den Stolz der Einwohner von Agrigento lernten wir am Sonntagnachmittag kennen: das Tal der Tempel. Gemeinsam mit Giacomo und den zwei französischen Studenten besichtigten wir die vor den Toren der Stadt liegenden Tempelanlagen, die die Überreste einer der bedeutendsten antiken griechischen Städte zeigen. Während eines unwetterartigen Regengusses besuchten wir das zum Museum umgebaute Geburtshaus des Schriftstellers Luigi Pirandello (1867 – 1936), der wegen seiner schriftstellerischen Leistungen 1934 den Nobelpreis für Literatur erhielt und seitdem als Nationalheld verehrt wird.



05.05.2014
Vormittags wurden wir vom stets gut gelaunten Giovanni, der als gebürtiger Franzose eigentlich Joseph heißt, mit dem schuleigenen Lieferwagen abgeholt und in die Schule gebracht. Linda, die Englischlehrerin, führte uns durch die Schule, die uns deutlich machte, wie gut es uns an unserer Außenstelle geht: kleine Computerkabinette, eine finstere Turnhalle, vollgeschmierte und schmutzige Schränke in der Umkleidekabine, zusammengewürfeltes Mobiliar in den Klassenräumen… Es gelang uns, einige Fotos zu machen. Wir merkten aber, dass es nicht gern gesehen wurde. Der Unterricht beginnt 8:00 Uhr und endet 13:20 Uhr. Die 60-minütigen Unterrichtsstunden werden nur kurz von zwei Pausen á  10 Minuten unterbrochen.  Die ca. 1000 Schüler zahlen 40,- € Schulgeld im Monat und werden von rund 120 Lehrern im vollzeittheoretischen Unterricht zu Hotelfach- und Restaurantfachkräften sowie zu Köchen ausgebildet. Von ihren Koch- und Bedienkünste durften wir uns im Anschluss an den Schulrundgang überzeugen. Die Schüler hatten für uns ein 4-Gänge-Menü gekocht, den Tisch eingedeckt und während des Essens bedienten sie uns unter den strengen Blicken ihres Lehrers. Da nach dem ausgiebigen Mittagessen keine Schüler mehr im Haus waren, begaben wir uns mit Silvana, der zweiten Englischlehrerin, und dem guten Hausgeist Giovanni zu einer kleinen Sightseeingtour durch Favara, den Ort, in dem die Schule ansässig ist. So ließen wir die ereignisreichen Tage langsam ausklingen.












06.05.2014

Pünktlich holte uns Giovanni ab und brachte uns zum Busbahnhof. Wir waren ganz begeistert, dass er wartete, bis wir im richtigen Bus saßen. Nach knapp 3-stündiger Fahrt kamen wir am Flughafen von Palermo an und stiegen nach einem kleinen Frühstück ins Flugzeug, das uns über München zurück nach Dresden brachte.  

Samstag, 19. Oktober 2013

Projektbesuch in Arad/Rumänien

School image – How to optimize our school promotion strategy
Mobilität:           Arad vom 18.10. – 25.10.2013
Partnerschule:    Liceul de Arta "Sabin Dragoi"
Teilnehmer:      Frau Fischer, Frau Lembke, Herr Höfler, Herr Neumerkel
Ziel der Projektteilnahme: Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen im europäischen Ausland sowie das Kennenlernen der beruflichen Ausbildungssysteme im europäischen Ausland.


18.10.2013
Nach einer entspannten Flugreise über München kamen wir fast pünktlich in Timisoara an.
Der Transfer vom Flughafen zum Hotel in Arad funktionierte hervorragend. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Arad, um noch etwas zu essen.

19.10.2013
Aufgrund der Zeitumstellung mussten wir "mitten in der Nacht" 6:45 Uhr aufstehen, um pünktlich 8 Uhr bereit zu sein. Wir stiegen in einen gemieteten Kleinbus, der uns die nächsten beiden Tage quer durch Transsilvanien (Siebenbürgen) fahren sollte. Zunächst wurde aber erst einmal Laura abgeholt. Sie sollte uns begleiten und unsere Dolmetscherin sein.
Erste Station war Deva mit seiner mittelalterlichen Burgruine, die wir per Standseilbahn erklommen.
Der Rundgang auf der zur Zeit in Sanierung befindlichen Burgruine barg unerwartete Gefahren für Leib und Leben der Expeditionsteilnehmer.
Zum Glück wurde niemand von den gefährlichen Schlangen gebissen. So konnten wir die herrlichen Aussichten genießen und kamen gesund und munter wieder am Fuß des Berges an. Unser Fahrer brachte uns mit einigen waghalsigen Überholmanövern von Pferdekarren wohlbehalten zur nächsten Sehenswürdigkeit.
Hunedoara ist eine Burg, die zu Zeiten Ceaucescus ringsum mit Industrieanlagen zugebaut wurde. Sowohl Ceaucescu als auch die Industrieanlagen leben nicht mehr. Von Ceaucescu sieht man nichts mehr, die Ruinen der Industrieanlagen verschandeln die Gegend immer noch. Die Burg aber wurde renoviert und erstrahlt in altem und neuem Glanze!
Im Anschluss daran setzten wir uns wieder in den Bus und fuhren Pferdegespanne überholend nach Sibiu/Hermannstadt - mitten in Siebenbürgen. Am Horizont im Norden grüßten die schneebedeckten Berge des Fagaras-Gebirges.
Wir nahmen Quartier in der Pension "Casa Romana" mitten im Zentrum der Kulturhauptstadt Europas 2008. Die Schönheiten der Stadt führte Laura uns bei einem Rundgang vor Augen. Von einem Turm im Stadtzentrum aus genossen wir einen grandiosen Sonnenuntergang.
Mit dem Genuss niedrig- und hochpronzentiger einheimischer Getränke neigte sich ein wundervoller Tag im schönen Rumänien dem Ende entgegen.

20.10.2013
Der Sonntag begann mit kühlen Temperaturen aber herrlichem Sonnenschein. Ideal für den Besuch des volkskundlichen Freilichtmuseums bei Sibiu.
In der zauberhaften Anlage im idyllischen Stadtwald Dumbrava kann man 340 alte Bauernhöfe und Mühlen besichtigen. Sie zeigen das Leben des rumänischen Volkes in verschiedenen Epochen und Regionen.

Nach dem zweistündigen Rundgang fanden wir Stärkung bei einem zünftigen rumänischen Mahl – Krautrouladen mit Mammaliga (Maismehlbrei).
Zufrieden und gestärkt fuhren wir nach Sighişoara. Unterwegs besuchten wir noch Biertan mit seiner für diesen Landstrich so typischen Kirchenburg. 
Diese Eigenart einer festungsähnlichen Kirche stammt aus der Zeit der osmanischen Übergriffe. Die Landbevölkerung suchte und fand bei Angriffen Schutz hinter den Kirchenmauern. In Biertan zu deutsch Birthälm gibt es auch heute noch eine große deutsche Gemeinde.
Ein Spaziergang durch die Gassen von Sighişoara führte uns zum Geburtshaus von Vlad Tepes, dem Pfähler. Er war die historische Vorlage für die literarische Figur des Grafen Dracula.
Der Besuch in Sighişoara bildete den krönenden Abschluss des phantastischen Wochenendes mit vielen kulturellen, kulinarischen, sprachlichen und architektonischen Eindrücken. Die Organisatorin dieses Wochenendes war unsere nette, kompetente und in allen Belangen auskunftsfähige Begleiterin Laura. 
Mulțumesc frumos!

21.10.2013
8:30 Uhr wartete unsere rumänische Projektleiterin Maria in der Hotellobby auf uns. Eine original Würzburger Straßenbahn brachte uns in unsere Partnerschule Liceul de Arta "Sabin Dragoi" .
Nach einer kurzen Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin...
...bekamen wir die Gelegenheit zu zwei Unterrichtsbesuchen. In der Turnhalle konnten wir feststellen, dass es mit Ordnung und Disziplin kein Problem ist, eine 2.Klasse gemeinsam mit einer 10.Klasse zu unterrichten. 
Im Mathematikunterricht einer 10.Klasse wurden ohne Hilfsmittel Gleichungen 4.Grades gelöst, inklusive Lösungen im Bereich der komplexen Zahlen. Die Quadratzahlen bis 25 stellten für die meisten der rumänischen Schüler und natürlich für uns kein Problem dar.
Nach einer Kaffeepause führte uns Maria durch das Schulgebäude. Sehr interessant war für uns ein kurzer Besuch in einer Vorschulklasse. Die fünf- bis sechsjährigen Kinder waren mit Eifer und Aufmerksamkeit bei der Sache. Erste Schreibübungen an der Tafel, das Zählen bis 24 (Anzahl der Schüler) und Wörter mit A waren das Thema. 

Ein Liedvortrag der Klasse und das Klaviersolo eines Einzelnen („Freude schöner Götterfunken“) bildeten den krönenden Abschluss dieser Stunde.

Als nächstes wurden uns die unterschiedlichsten Fachräume gezeigt, vor allem Kabinette für bildende und musische Künste.

Ein Blick in das Lehrerzimmer zeigte uns nichts Neues. Wir kennen das auch: Ein großer Raum für alle. Eins war allerdings anders. Die Lehrer tragen Ihre Unterrichtsberichte in ein großes Buch im Lehrerzimmer ein.
Diesen sehr lehrreichen, aber auch anstrengenden Tag ließen wir ganz ruhig im Hotel ausklingen.

22.10.2013
Am Dienstag trafen wir uns gleich im Direktorenzimmer. Der erste Workshop stand an. 
Im ersten Teil gaben wir dem Kollegium einen kleinen Einblick in das deutsche bzw. sächsische Schulsystem mit dem besonderen Augenmerk auf der beruflichen Bildung. Das größte Erstaunen löste erwartungsgemäß die Tatsache aus, dass jedes Bundesland ein anderes Bildungssystem hat. Natürlich zeigten wir auch Bilder von unseren zwei Schulgebäuden und unserer schönen sächsischen Heimat.
Im 2. Teil gab uns Maria gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin einen Überblick über das Schulwesen in Rumänien und den Aufbau und die Struktur unserer Gastschule.
Im Gespräch lobten wir dann den von uns beobachteten respektvollen Umgang der Schüler miteinander und mit den Lehrern und die Unterrichtsdisziplin. Dazu erfuhren wir, dass diese Schule im Gegenteil als sehr liberal gilt; an anderen Schulen in Arad herrscht ein viel strengeres Regime. 
Abgeschlossen wurde der Schultag mit Unterrichtsbesuchen in Musik und Physik. In Musik wurden drei große deutsche Komponisten besprochen, Beethoven, Haydn und Mozart. In Physik wurde die Optik behandelt. Dem Thema konvexe und konkave Linsen konnten wir folgen, denn Wissenschaft ist international. 
Abends trafen wir uns zu einem kleinen Wettbewerb im Bowlingzentrum. Auch da wurde keine ruhige Kugel geschoben. 

23.10.2013 
Das herrliche (Sommer)-Wetter lud uns ein, in die Schule zu laufen, statt mit der Straßenbahn zu fahren. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Workshops. 
Workshop 1 - Projekt in Ökonomie "Beziehungen zwischen Produzent und Konsument" Eine 11.Klasse stellte uns das Projekt vor. 10 Teams hatten die Aufgabe Waren zu produzieren und in der Schule zu verkaufen. Dabei sollte ein maximaler Gewinn erzielt werden. Die Produkte reichten von Muffins über traditionellen rumänischen Kuchen bis hin zu handgefertigtem Schmuck. Nach der Präsentation inklusive Verkostung entwickelte sich zwischen den Schülern und uns eine rege Diskussion. 
Workshop 2 - grafische Gestaltung 
Dieser Workshop brachte uns ein Wiedersehen mit unserer Laura. In ihrem Unterrichtsraum, der an ein Architekturbüro erinnerte, versuchten wir gemeinsam eine Collage zu erstellen unter Verwendung einiger Fotos aus unserem Blog. Leider führten technische Probleme am PC dazu, dass wir hier noch kein Endergebnis präsentieren können. 
Workshop 3 - universitäre Ausbildung in Rumänien
Unsere Gastschule hatte einen Besuch der privaten Universität "Vasile Goldis" ermöglicht. Dieser Workshop gliederte sich deshalb in drei separate Teile auf. 

3.1 Entwicklungszentrum 
Als erstes empfing uns der Leiter der Einrichtung in Arad. Er gab uns einen groben Überblick über die Struktur der Universität und die speziellen Aufgaben des Entwicklungszentrums. Im weiteren Gespräch verglichen wir die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Universitären Ausbildung in Deutschland und Rumänien. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass durch den Bologna-Prozess vieles vergleichbar ist. 
3.2 Fakultät Wirtschaft 
Nach einer kurzen Stippvisite in einer Lehrveranstaltung hielt uns die stellvertredende Fakultätsleiterin einen Vortrag über Projekte des internationalen Studentenaustausches. Vor allem die Bilder des Schlosses mit dem botanischen Garten, welches Eigentum der Universität ist und in dem viele wissenschaftliche Kongresse und andere Veranstaltungen stattfinden, beeindruckte uns sehr. Anschließend erläuterten wir, in welcher Form unsere Gymnasiasten auf ihre zukünftige Studentenlaufbahn vorbereitet werden. Nach unseren Eindrücken können wir jedem deutschen Studenten empfehlen, ein Austauschsemester in Rumänien zu absolvieren. 
3.3 deutsches Studienzentrum "Friedrich Schiller"
Leider schon die letzte Station war das deutsche Studienzentrum der Universität. Begleitet und geführt wurden wir von der Leiterin Dr. Teodora Biriş. Wir sprachen über die letzte Ausgabe ihres aktuellen Lehrbuches "Geschäftsbriefe". Dabei diskutierten wir über die Probleme, die unsere Kollegen mit ihr gemeinsam haben - die ständigen Änderungen der DIN-Norm 5008. Sie überließ uns ein Exemplar mit der Bitte um Korrekturlesen. Natürlich versprachen wir ihr, es an unsere Fachkollegen weiterzuleiten. 
Im Anschluss an den Universitätsbesuch zeigten uns zwei Kolleginnen der Gastschule auf einem geführten Stadtspaziergang interessante Ecken der Stadt, die man als Tourist so nie sehen würde.
rumänischer Bauernmarkt

rumänisches und ungarisches Denkmal der bürgerlichen Revolution 1848

historischer Wasserturm der Stadt

Leider hatte auch dieser Tag nur 24h.

24.10.2013
Endlich durften wir einmal etwas länger schlafen, da der Kleinbus, der uns in Begleitung zweier Kolleginnen nach Timișoara bringen sollte, erst 11:00 Uhr bereitstand.

Timișoara ist das historische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Banats und nach Bukarest die zweitgrößte Stadt Rumäniens. Es war also klar, dass wir bei unserem Besuch nur wenige der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen konnten. Als erstes besuchten wir ein Freilichtmuseum am Rande der Stadt, in dem verschiedene Gebäude das Leben der rumänischen Bevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten aufzeigte. Ein Schwerpunkt war hier die Lebensweise der verschiedenen Minderheiten des Landes, wie zum Beispiel der Deutschen und Ungarn. 
Das für uns interessanteste Gebäude war die Dorfschule. Hier wurden in einem kleinen Raum 30 bis 40 Kinder von einem Lehrer unterrichtet.

Dann fuhren wir ins Stadtzentrum und nach nur zwei Runden fanden wir einen Parkplatz.

Auf einem ausgiebigen Stadtspaziergang zeigten uns 2 rumänische Kolleginnen einige ausgewählte Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Theater, den Platz der Revolution, Platz der Union mit seiner katholischen Kirche und vieles andere mehr. 

Unsere letzte Nacht im Hotel war nicht besonders angenehm, da in der Hotellobby eine sehr laute Firmenfeier stattfand, die erst gegen 5 Uhr morgens endete. 

25.10.2013
Netterweise durften wir unser Gepäck in der Schule abstellen. So konnten wir die Zeit bis zur Abfahrt zum Flughafen um 15 Uhr noch angenehm in Arad verbringen. 

Um 18 Uhr rumänischer Zeit starteten wir gen Heimat.
 Pünktlich halb sieben deutscher Zeit betraten wir wieder deutschen Boden.